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Schädelhirntrauma

Symptome

Schädelhirntrauma (SHT) ist ein Überbegriff für Funktionsstörungen des Gehirns, die durch äussere Gewalteinwirkung (Unfälle) entstanden sind. Je nach Schweregrad wird eingeteilt in leichte, mittelschwere und schwere Formen des SHT, dies ist entscheidend für das Vorgehen im Notfall und für die Folgen (Prognose) des betroffenen Kindes. Auf die leichte Form, die in der Regel ohne Folgen ist, wird hier nicht weiter eingegangen.

Leitsymptom aller SHT ist die Bewusstseinsstörung nach dem Unfall, auch können ein Erinnerungsverlust, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen auftreten. Bei schwerwiegenderen Gehirnverletzungen kann es zu Nervenausfällen und/oder Krampfanfällen kommen. Beim schweren SHT kommt es zur längeren Bewusstlosigkeit und Kreislauf- und Atemfunktionsstörungen, so dass das Kind eine Intensivüberwachung benötigt.

Je nach Unfallhergang ist beim schweren SHT meist nicht nur der Kopf/das Gehirn verletzt, sondern auch die Haut, Knochenbrüche sind häufig, aber auch innere Organe können verletzt sein. Auch diese zusätzlichen Verletzungen beeinflussen den Krankheitsverlauf der Patientinnen und Patienten. Besonders bei schweren SHT können bleibende Folgen unterschiedlichen Ausmasses vorkommen (schulische, motorische Störungen, Nervenausfälle).

Ursache

Unfälle verschiedenster Ursachen (Gewalteinwirkung auf den Kopf). Unfallbedingte Todesfälle sind sehr häufig auf ein Schädelhirntrauma zurückzuführen.

Diagnose

Die Diagnose und die Einteilung in den Schweregrad des SHT erfolgt klinisch (Unfallhergang, Untersuchung des Kindes). Beim mittelschweren und schweren SHT werden im Notfall zunächst alle lebensnotwendigen Massnahmen durchgeführt, meist ist eine intensive Überwachung im Spital nötig. Ein Computertomogramm (CT) des Kopfes ist nötig, um allfällige Verletzungen genau zu erfassen. Blutuntersuchungen werden gemacht. Je nach Situation werden auch die Hirnströme abgeleitet (EEG), ev. CT oder eine Kernspintomograhie (MRI) wiederholt.

Therapie

Die weitere Therapie richtet sich nach den Problemen (Schmerzmittel, künstliche Beatmung und/oder Ernährung, bei Krampfanfällen antiepileptische Medikamente). Ist es zu einer offenen Verletzung des Schädels gekommen, sollte so schnell als möglich eine Operation zur Abdeckung des Gehirnes erfolgen, da das Infektionsrisiko hoch ist. Ev. werden auch Spezialistinnen und Spezialisten der Kieferchirurgie, Hals-Nasen-Ohren- sowie Augenmedizin miteinbezogen.

Besonders wichtig ist die Nachsorge (Rehabilitation), die möglichst früh, wenn die Situation stabilisiert ist, beginnen sollte. Es kommen je nach Problemen Physiotherapie, Ergo- und Logopädie zum Einsatz. Später können auch gezielte schulische Abklärungen und Förderungen zum Tragen kommen. Kontrollen in der Kinderneurologie und je nach Situation in der Neurochirurgie oder bei anderen Spezialistinnen und Spezialisten sind wichtig.

 
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